CannaSelection Grower Report #02
Eine Pflanze, 107 Liter, 150 Tage: BrutalerBubbatz über Qualität statt Maximalertrag
Eine Unclez 24K, 107 Liter wiederverwendete Erde und 150 Tage Kulturdauer: BrutalerBubbatz dokumentiert seinen organischen Grow mit 189 Gramm Ertrag, intensivem Orangenprofil und ehrlichen Learnings.
Der Grower hinter dem Report
BrutalerBubbatz
@bb.cultivation
BrutalerBubbatz baut organisch an und entwickelt sein wiederverwendetes Substrat Schritt für Schritt in Richtung eines dauerhaft geführten Kreislaufsystems. Geschmack, Aroma und Blütenqualität stehen für ihn vor maximalem Ertrag.
Setup
Der Grow auf einen Blick
- Grower
- BrutalerBubbatz
- Erfahrung
- Grow-Erfahrung seit der Teillegalisierung
- Durchgänge
- 1 dokumentierter Durchgang
- Anbauform
- Indoor, eine Pflanze
- Topfgröße
- Air-Pot im Wachstum, 107-Liter-Stofftopf in der Blüte
- Medium
- Wiederverwendeter Floragard Professional Grow Mix Organic
- Vegetationszeit
- 84 Tage
- Blütezeit
- 66 Tage
- Beleuchtung Wachstum
- Spider Farmer SF2000 Pro, 200 Watt
- Beleuchtung Blüte
- Mars Hydro TSL 2000, 300 Watt
- Klima Wachstum
- Etwa 26 bis 28 Grad Celsius bei 60 bis 65 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit
- Klima Blüte
- Etwa 22 bis 26 Grad Celsius bei 40 bis 50 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit
- Bewässerung
- Etwa 3 bis 15 Liter alle zwei bis drei Tage
- Wasser
- Abgestandenes Leitungswasser, pH- und EC-Wert nicht gemessen
- Bodenmanagement
- Wiederaufbereitung, Wurmhumus, Mykorrhiza und Chop-and-Drop
Genetiken in diesem Grow
- Unclez 24K
Eingesetzte Produkte
Inhaltsverzeichnis
Persönlicher Erfahrungsbericht
BrutalerBubbatz berichtet
BB Cultivation aka BrutalerBubbatz hat eine einzelne Unclez 24K über 84 Tage Wachstum und 66 Blütetage begleitet. Nach dem Start im Air-Pot zog die Pflanze in ein wiederverwendetes 107-Liter-Kreislaufsystem um.
Sein Ziel war ein rein organisch geführter Grow mit besonderem Fokus auf Geschmack, Aroma und Blütenqualität. Am Ende standen nach seinen Angaben 189 Gramm Ertrag, stark bereifte Blüten und ein ausgeprägtes würziges Orangenprofil.
Gleichzeitig spricht er offen über anfängliche Bewässerungsprobleme, lockere untere Blüten und die Erkenntnisse, die er in den nächsten Durchgang übernimmt.
Mein Ziel: organisch anbauen und Geschmack in den Mittelpunkt stellen
Ich growe seit der Teillegalisierung und arbeite daran, mir Schritt für Schritt ein dauerhaftes Kreislaufsystem in Richtung No-Till aufzubauen.
Besonders wichtig ist mir, keine mineralischen Salzdünger zu verwenden. Ich möchte mit organischen Materialien arbeiten und ein System entwickeln, das die Pflanze über den Boden versorgt.
Mein Fokus liegt dabei nicht ausschließlich auf einem möglichst hohen Ertrag. Geruch, Geschmack und die Ausprägung der Terpene haben für mich eine mindestens ebenso große Bedeutung. Für diesen Durchgang entschied ich mich für die Unclez 24K von 187Sweedz.
Eine Pflanze für die gesamte Fläche
In diesem Grow stand nur eine Pflanze auf der Fläche von 120 × 60 Zentimetern. Der Durchgang begann im Januar. Die Vegetationsphase dauerte 84 Tage, danach folgten 66 Blütetage. Geerntet wurde im Juni.
Die lange Wachstumsphase war notwendig, um die Pflanze auf die spätere Fläche vorzubereiten und ein breites Pflanzendach aufzubauen.
Während der Vegetationsphase wurde sie fünfmal getoppt. Zusätzlich arbeitete ich mit LST, SCROG, Defoliation und Super Cropping. Das Ziel war eine breite, flache Pflanzenstruktur mit möglichst vielen gleichmäßig entwickelten Seitentrieben.
Vom Air-Pot in ein 107-Liter-System
Die Pflanze startete im Air-Pot mit Floragard Professional Grow Mix Organic. Sobald das 107-Liter-System aus dem vorherigen Durchgang wieder frei war, wurde die Unclez 24K in das größere Gefäß umgesetzt.
Es liefen also nicht mehrere Pflanzen oder Topfgrößen parallel. Dieselbe Pflanze zog aus dem Air-Pot direkt in den 107-Liter-Stofftopf um.
Das große Substratvolumen bot deutlich mehr Raum für die Wurzeln und größere Reserven bei Wasser und organischer Versorgung. Gleichzeitig konnte ich das bereits vorhandene Substrat aus dem vorherigen Durchgang weiterverwenden.
Wiederaufbereitung des vorhandenen Substrats
Das Substrat im 107-Liter-System wurde vor diesem Grow erneut aufbereitet. Dafür setzte ich CannaSelection Living Soil Base, CannaSelection Mineral Charge, Wurmhumus von Terraverm und Mykorrhiza von BioTabs ein.
Living Soil Base und Mineral Charge wurden in das bereits verwendete Substrat eingearbeitet. Wurmhumus und Mykorrhiza kamen entsprechend den jeweiligen Herstellerangaben hinzu.
Während des Grows arbeitete ich außerdem mit Chop-and-Drop. Geeignetes Pflanzenmaterial wurde zerkleinert und wieder auf der Bodenoberfläche abgelegt. Mein Ziel ist, organisches Material nicht direkt zu entsorgen, sondern es nach Möglichkeit wieder in den Kreislauf des Substrats einzubinden.
So habe ich die Organic Line eingesetzt
Living Soil Base und Mineral Charge bildeten die Grundlage für die Wiederaufbereitung des vorhandenen Substrats.
Während der Blüte setzte ich TopDress Bloom und erneut Mineral Charge ein. Die Anwendungen erfolgten in der ersten und dritten Blütewoche nach den jeweiligen Herstellerempfehlungen.
MicroBio+ gab ich ungefähr bei jedem zweiten Gießvorgang hinzu. Meine persönliche Dosierung lag dabei etwas oberhalb der empfohlenen Menge.
Zusätzlich verwendete ich ab der fünften Blütewoche einen PK-Booster von BioTabs. Diesen dosierte ich etwas unterhalb der Herstellerempfehlung und setzte ihn ab der siebten Blütewoche nicht mehr ein. MicroBio+ verwendete ich bis zum Ende des Durchgangs.
Bewässerung mit abgestandenem Leitungswasser
Für die Bewässerung verwendete ich abgestandenes Leitungswasser. Je nach Entwicklungsphase und Wasserbedarf erhielt die Pflanze ungefähr drei bis 15 Liter pro Gießvorgang. Gegossen wurde in der Regel alle zwei bis drei Tage.
Den pH-Wert und den EC-Wert habe ich nicht gemessen. Auch eine Anpassung des pH-Werts fand nicht statt.
Das große Substratvolumen hielt die Feuchtigkeit insgesamt gut. Trotzdem musste ich die Wassermenge immer wieder an Größe und Entwicklung der Pflanze anpassen.
Mein erstes Problem mit dem Air-Pot
Zu Beginn des Grows zeigten sich teilweise lederartig wirkende Blätter. Im Nachhinein führte ich das auf meine Bewässerung im Air-Pot zurück. Ich hatte zuvor noch nicht mit dieser Topfform gearbeitet und anfangs zu wenig Wasser gegeben.
Nachdem ich die Bewässerung angepasst hatte, legte sich das Problem relativ schnell. Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich die Pflanze ausgesprochen kräftig. Die Stängel wurden massiv und die Seitentriebe wuchsen sehr gleichmäßig.
Besonders positiv fiel mir die schnelle Erholung nach dem Training auf. Häufig stand die Pflanze bereits nach weniger als zwölf Stunden wieder stabil und aufrecht da. Über den weiteren Verlauf wirkte sie sehr gesund und vital.
Lange Vegetationsphase und intensive Pflanzenformung
Die 84 Tage Vegetationszeit ermöglichten es mir, die Pflanze intensiv zu formen. Durch das fünfmalige Topping entstanden zahlreiche Haupttriebe. LST und SCROG halfen dabei, diese über die Fläche zu verteilen.
Mit Defoliation schuf ich gezielt mehr Licht und Luft im Inneren der Pflanze. Super Cropping setzte ich ein, um einzelne Triebe in die gewünschte Position zu bringen und die Pflanzenhöhe besser zu kontrollieren.
Gerade Super Cropping war für mich eines der wichtigsten Learnings aus diesem Grow. Die Technik hat in meinem Setup sehr gut funktioniert und wird auch in zukünftigen Durchgängen wieder eine Rolle spielen.
Klima während Wachstum und Blüte
Während der Wachstumsphase lagen die Temperaturen durchschnittlich zwischen 26 und 28 Grad Celsius. Die relative Luftfeuchtigkeit bewegte sich meist zwischen 60 und 65 Prozent.
In der Blütephase lagen die Temperaturen durchschnittlich zwischen 22 und 26 Grad Celsius. Die relative Luftfeuchtigkeit wurde auf ungefähr 40 bis 50 Prozent reduziert.
Mit diesen Bedingungen entwickelte sich die Pflanze über den weiteren Grow hinweg stabil.
Rund 100 Prozent Stretch
Nach der Umstellung auf die Blüte legte die Unclez 24K ungefähr 100 Prozent an Höhe zu. Die Blütenansätze entwickelten sich gleichmäßig und aus meiner Sicht war die Pflanze während dieser Phase gut versorgt.
Ab der dritten Blütewoche reagierte sie besonders deutlich auf die laufende Versorgung. Die Entwicklung der Blüten nahm sichtbar Fahrt auf.
Die Pflanze zeigte einen hohen Bedarf während der Blütenbildung. Gleichzeitig traten weder sichtbare Mangelerscheinungen noch typische Anzeichen einer starken Überversorgung auf.
Starke Harzbildung und intensives Mandarinenaroma
Ab der vierten bis fünften Blütewoche nahm die Trichombildung deutlich zu. Die Pflanze entwickelte ein sehr fruchtiges Profil, das mich stark an Mandarine und Orange erinnerte.
Während der achten und neunten Blütewoche legten die Blüten noch einmal deutlich an Masse zu. Gleichzeitig veränderte sich die Färbung der Pflanze.
Im Inneren der Blüten und an einzelnen Pflanzenteilen entstanden dunkle violette Farbtöne. Diese wurden durch grüne und orangefarbene Bereiche ergänzt. Zum Ende bildeten sich an einigen Buds leichte Türmchen, die ich der Genetik zuordnete.
Starke Durchwurzelung in beiden Pflanzgefäßen
Sowohl der Air-Pot als auch der spätere 107-Liter-Stofftopf wurden sehr stark durchwurzelt. Die Wurzeln erschlossen den vorhandenen Raum aus meiner Sicht nahezu vollständig.
Auch die Bodenstruktur entwickelte sich positiv. Das Substrat blieb luftig und bekam weiterhin ausreichend Sauerstoff. Gleichzeitig konnte es die Feuchtigkeit gut halten. Der Geruch erinnerte mich an frischen Waldboden.
Gelegentlich waren kleine Springschwänze und Kompostwürmer zu sehen. Für mich gehörten diese Beobachtungen zu einem aktiven organischen Bodensystem.
Kein klassisches Spülen vor der Ernte
Ich habe die Pflanze nicht mit großen Wassermengen gespült. Ab der siebten Blütewoche setzte ich keinen PK-Booster mehr ein. MicroBio+ wurde dagegen bis zum Ende weiterverwendet.
Zum Ende des Grows reduzierte ich die bereitgestellte Wassermenge schrittweise. Ab der neunten Blütewoche begann die Pflanze langsam auszufaden. Die Blätter entwickelten zunehmend dunkle, violette und herbstliche Farben.
Geerntet wurde nicht nach einem starren Zeitplan. Ausschlaggebend war für mich das Verhältnis der Trichome. Als dieses meinen persönlichen Vorstellungen entsprach, beendete ich den Grow.
189 Gramm mit deutlichen Qualitätsunterschieden
Der Ertrag lag nach meinen Angaben bei insgesamt 189 Gramm. Die oberen ungefähr 40 Prozent der Blüten waren kompakt und steinhart. Im unteren Bereich blieben die Buds dagegen deutlich lockerer und fluffiger.
Der gesamte Ertrag war stark mit Harz überzogen. Optisch entwickelten die Blüten eine Mischung aus dunklem Violett, kräftigem Grün und leuchtend orangefarbenen Härchen.
Den Ertrag selbst würde ich als mittelmäßig einordnen. Mit der Qualität war ich dagegen sehr zufrieden. Der Unterschied zwischen den festen oberen Blüten und den lockeren unteren Bereichen zeigt mir, dass ich Lichtverteilung, Blätterdach und die unteren Blütenansätze beim nächsten Durchgang weiter optimieren kann.
Würzige Orange mit Nelkennoten
Das Aroma entwickelte sich in eine würzige Orangenrichtung. Neben süßen und fruchtigen Noten erinnerte mich das Profil auch an Nelken und reife Orange. Im Hintergrund blieb ein tieferer, kräftigerer Charakter erhalten.
Die Blüten wurden acht Tage bei ungefähr 25 Grad Celsius und 60 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit getrocknet. Anschließend folgte eine vierwöchige Reifung im Glas.
Nach dem Curing war das Orangenprofil klar erkennbar und wurde von würzigen Noten begleitet.
Mein wichtigstes Learning: keine Air-Pots mehr
Der Air-Pot war für mich die größte Herausforderung dieses Durchgangs. Die anfänglichen Bewässerungsprobleme entstanden vor allem deshalb, weil ich noch keine Erfahrung mit dieser Topfform hatte und zunächst zu wenig Wasser gab.
Für meine nächsten Grows werde ich deshalb keine Air-Pots mehr verwenden. Super Cropping habe ich dagegen als Technik für mich entdeckt. Die Pflanze reagierte gut darauf und ich konnte ihre Struktur gezielt an die vorhandene Fläche anpassen.
Abgesehen von den anfänglichen Bewässerungsproblemen verlief der Grow für mich nahezu ohne größere Schwierigkeiten.
Mein persönliches Fazit
Ich werde zu 100 Prozent weiter mit CannaSelection arbeiten. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt und die Produkte lassen sich sehr einfach anwenden.
Die Belohnung war für mich ein hochwertiges Endprodukt mit einer starken Harzbildung und einem ausgeprägten Terpenprofil.
Ich empfehle die Organic Line Growern, die Wert auf organischen Anbau, Geschmack und Geruch legen. Für mein Ziel, ein dauerhaftes Kreislaufsystem aufzubauen, passt das Konzept sehr gut.
Ich möchte das vorhandene Substrat weiterentwickeln und in zukünftigen Durchgängen noch stärker in Richtung No-Till gehen. Mit dem Ergebnis dieses Grows bin ich vor allem aufgrund der Blütenqualität sehr zufrieden.
Ich werde zu 100 Prozent weiter mit CannaSelection arbeiten. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt und die Produkte lassen sich sehr einfach anwenden.
Bilddokumentation
Die Genetiken im Grow
Die Aufnahmen zeigen unterschiedliche Zeitpunkte und Perspektiven aus dem Grow von BrutalerBubbatz. Sie sind deshalb nach Genetik statt chronologisch geordnet.
Unclez 24K
CannaSelection Redaktion
Unsere Einordnung
Organic Line
Im Grow verwendet
Diese Produkte der CannaSelection Organic Line kamen im Kreislaufsystem von BrutalerBubbatz zum Einsatz.
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