Du hast das CannaSelection® Starterset Organic Line vor dir. Darin findest du Living Soil Base, Mineral Charge, MicroBio+ und TopDress Bloom.
Die nächste Frage ist meistens dieselbe:
Was kommt jetzt wann und in welcher Menge zum Einsatz?
Die vier Produkte werden nicht einfach gemeinsam in den Topf gegeben. Sie erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Einige Produkte bauen das Substrat vor der Bepflanzung auf. Andere begleiten die Pflanze während des Grows. TopDress Bloom kommt erst dann ins Spiel, wenn die Pflanze in die Blüte geht.
Genau darin liegt die Logik der CannaSelection® Organic Line.
Du gibst dem Boden nicht zu jedem Zeitpunkt alles. Du gibst ihm den Baustein, den er in der jeweiligen Phase braucht.
Diese Anleitung zeigt dir den vollständigen Ablauf. Als Ausgangspunkt verwenden wir eine neue und schwach vorgedüngte Erde. Zusätzlich erklären wir, was sich bei einem All-Mix, bei ausgelaugter Reuse-Erde und bei einem direkten Start ohne lange Reifezeit verändert.
Die Organic Line in 30 Sekunden verstehen
Living Soil Base
Living Soil Base schafft die organisch-mineralische Grundlage des Substrats. Sie wird vor der Bepflanzung in die Erde eingemischt. Während einer längeren Vegetationsphase kann sie als Topdress nachgelegt werden.
Mineral Charge
Mineral Charge baut die mineralische Ebene des Systems auf. Das Produkt unterstützt die Remineralisierung und die Pufferung des Substrats. Es wird ebenfalls beim Neuansatz eingemischt und kann später als Topdress ergänzt werden.
MicroBio+
MicroBio+ ist der konsequente mikrobielle Baustein der Organic Line. Es wird über das Gießwasser eingesetzt. MicroBio+ begleitet die Verarbeitung organischer Inputs und wird mindestens einmal pro Woche verwendet. Zusätzliche Anwendungen sind nach Stressphasen und nach jedem neuen Topdress sinnvoll.
TopDress Bloom
TopDress Bloom ist die phasengerechte Nachversorgung für die Blüte. Die erste Gabe erfolgt direkt zu Beginn der Blüte. Eine zweite Gabe kann später abhängig von Genetik, Topfvolumen und Pflanzenentwicklung folgen.
Der komplette Ablauf auf einen Blick
| Phase | Anwendung |
|---|---|
| Substrat vorbereiten | Living Soil Base und Mineral Charge einmischen |
| Substrat aktivieren | Mit MicroBio+ anfeuchten |
| Reifephase | Idealerweise 2 bis 5 Wochen |
| Vegetation | MicroBio+ mindestens einmal pro Woche |
| Nach 3 bis 4 Wochen | Living Soil Base und Mineral Charge als Topdress |
| Blütebeginn | TopDress Bloom mit 2 Gramm pro Liter Topfvolumen |
| Mittlere Blüte | Mineral Charge nach Bedarf und Rhythmus |
| Etwa Blütewoche 5 | TopDress Bloom optional mit 1 bis 2 Gramm pro Liter |
| Gesamter Grow | MicroBio+ wöchentlich und nach neuen Inputs |
Wichtig ist dabei: Diese Übersicht ist kein starrer Kalender.
Die Abstände zählen ab der letzten Anwendung. Wenn du ein Produkt erst vor zwei Wochen eingesetzt hast, wird es nicht erneut gegeben, nur weil eine Wochentabelle einen weiteren Einsatz zeigt.
Der Zustand des Substrats und der Pflanze bleibt entscheidend.
Der wichtigste Unterschied bei der Dosierung
Bei der Organic Line gibt es zwei unterschiedliche Dosiergrundlagen.
Die trockenen Produkte werden nach dem Substratvolumen berechnet
Das gilt für:
- Living Soil Base
- Mineral Charge
- TopDress Bloom
Entscheidend ist das tatsächlich eingefüllte Substratvolumen. Ein 25-Liter-Topf enthält nicht automatisch 25 Liter Erde. Wenn du ihn nur mit 22 Litern befüllst, rechnest du mit 22 Litern.
MicroBio+ wird nach der Wassermenge berechnet
MicroBio+ wird nicht anhand des Topfvolumens dosiert. Entscheidend ist die tatsächliche Menge des Gießwassers.
Ein Beispiel:
Deine Pflanze steht in 25 Litern Substrat und erhält bei einem Gießvorgang 5 Liter Wasser.
Dann gilt:
- Living Soil Base als Topdress: 25 bis 50 Gramm
- Mineral Charge als Topdress: 25 bis 50 Gramm
- TopDress Bloom bei der ersten Gabe: 50 Gramm
- MicroBio+: 10 bis 20 Milliliter für 5 Liter Wasser
Dieser Unterschied verhindert einen der häufigsten Dosierungsfehler.
Schritt 1: Die richtige Startdosierung für deine Erde wählen
Living Soil Base und Mineral Charge werden beim Neuansatz jeweils mit 50 bis 100 Gramm pro 10 Liter Substrat eingesetzt.
Die richtige Menge hängt von der vorhandenen Nährstoffladung der Erde ab.
Stark vorgedüngte Erde wie ein All-Mix
Verwende:
- 50 Gramm Living Soil Base pro 10 Liter Substrat
- 50 Gramm Mineral Charge pro 10 Liter Substrat
Ein typischer All-Mix bringt bereits eine deutliche Grundversorgung mit. Die Organic Line ergänzt hier das System. Sie muss die vorhandene Erde nicht vollständig neu aufbauen.
Schwach vorgedüngte Erde wie ein Light-Mix
Verwende:
- 100 Gramm Living Soil Base pro 10 Liter Substrat
- 100 Gramm Mineral Charge pro 10 Liter Substrat
Ein Light-Mix besitzt weniger Nährstoffreserve. Deshalb wird die volle Dosierung eingesetzt.
Das ist auch der Standardpfad für diese Anleitung.
Ungedüngte Erde
Verwende:
- 100 Gramm Living Soil Base pro 10 Liter Substrat
- 100 Gramm Mineral Charge pro 10 Liter Substrat
Eine ungedüngte Erde benötigt einen vollständigen Aufbau der organischen und mineralischen Grundlage.
Stark ausgelaugte Reuse-Erde
Verwende:
- 100 Gramm Living Soil Base pro 10 Liter Substrat
- 100 Gramm Mineral Charge pro 10 Liter Substrat
Bei stark verbrauchter Erde empfehlen wir zusätzlich frischen Wurmhumus. Ein guter Richtwert sind rund 20 Volumenprozent.
Der Wurmhumus ersetzt weder Living Soil Base noch Mineral Charge. Er ergänzt die Mischung um frische Humusstruktur und biologische Substanz.
Bereits aktive und stark aufgebaute Living Soil
Hier sollte nicht automatisch die volle Neuansatz-Dosierung verwendet werden.
Eine bereits mehrfach gepflegte Living Soil besitzt häufig noch deutliche Reserven. In diesem Fall ist eine gezielte Nachversorgung als Topdress oft sinnvoller als ein vollständiger Neuansatz.
Mehr Input bedeutet nicht automatisch mehr Stabilität.
Dosiertabelle für den Neuansatz
Die angegebenen Mengen gelten jeweils einzeln für Living Soil Base und Mineral Charge.
| Substratvolumen | Dosierung bei All-Mix | Dosierung bei Light-Mix, ungedüngter oder ausgelaugter Erde |
|---|---|---|
| 10 Liter | 50 Gramm je Produkt | 100 Gramm je Produkt |
| 15 Liter | 75 Gramm je Produkt | 150 Gramm je Produkt |
| 20 Liter | 100 Gramm je Produkt | 200 Gramm je Produkt |
| 25 Liter | 125 Gramm je Produkt | 250 Gramm je Produkt |
| 40 Liter | 200 Gramm je Produkt | 400 Gramm je Produkt |
| 60 Liter | 300 Gramm je Produkt | 600 Gramm je Produkt |
| 100 Liter | 500 Gramm je Produkt | 1.000 Gramm je Produkt |
Bei 20 Litern Light-Mix kommen damit 200 Gramm Living Soil Base und 200 Gramm Mineral Charge in das Substrat.
Die Mengen werden nicht miteinander geteilt. Beide Produkte werden separat berechnet.
Schritt 2: Living Soil Base und Mineral Charge richtig einmischen
Wie gleichmäßig du die Produkte einarbeitest, ist genauso wichtig wie die Dosierung.
Konzentrierte Stellen im Topf können zu einem ungleichmäßigen Substrat führen. Deshalb sollten Living Soil Base und Mineral Charge niemals nur in das Pflanzloch oder in eine einzelne Schicht gegeben werden.
Gehe so vor:
- Miss die benötigte Substratmenge ab.
- Wiege Living Soil Base und Mineral Charge getrennt ab.
- Vermische beide Produkte zuerst mit einem kleineren Teil der Erde.
- Gib diese Vormischung zur restlichen Erde.
- Mische das gesamte Substrat mehrfach gründlich durch.
- Achte darauf, dass keine sichtbaren Pulveransammlungen bleiben.
- Feuchte das Substrat anschließend gleichmäßig an.
Bei größeren Mengen empfiehlt es sich, das Substrat mehrmals umzuschichten. Arbeite von außen nach innen und vom Boden des Mischbehälters nach oben.
Das Ziel ist keine perfekte Laborhomogenität. Die Produkte müssen aber gleichmäßig im gesamten Wurzelraum verteilt sein.
Schritt 3: Das Substrat mit MicroBio+ aktivieren
Nach dem Einmischen wird das Substrat angefeuchtet.
MicroBio+ wird dazu mit 2 bis 4 Millilitern pro Liter Wasser eingesetzt.
Die Wassermenge hängt von der Trockenheit und Struktur der verwendeten Erde ab. Deshalb gibt es keine pauschale Wassermenge pro Liter Substrat.
Feuchte die Mischung in mehreren Schritten an. Mische sie zwischendurch erneut durch.
Das Substrat ist richtig angefeuchtet, wenn es beim Zusammendrücken leicht seine Form hält. Es darf kein Wasser herauslaufen. Es darf auch keine nassen und verdichteten Klumpen bilden.
MicroBio+ liefert keine vollständige Nährstoffversorgung. Es ergänzt das System auf mikrobieller Ebene. Beim Neuansatz gibt es dem Substrat einen mikrobiellen Startimpuls und begleitet die beginnende Verarbeitung der organischen Bestandteile.
Schritt 4: Warum die Reifezeit so wichtig ist
Living Soil Base enthält organische Bestandteile, deren Nährstoffpotenzial nicht vollständig sofort verfügbar ist.
Mikroorganismen müssen diese Bestandteile zunächst verarbeiten. Dabei werden organisch gebundene Nährstoffe schrittweise in Formen überführt, die innerhalb des Bodenökosystems genutzt werden können.
Dieser Prozess braucht Zeit.
Wir empfehlen deshalb eine Reifezeit von 2 bis 5 Wochen.
Während dieser Zeit sollte das Substrat:
- gleichmäßig feucht bleiben
- vor vollständiger Austrocknung geschützt werden
- nicht dauerhaft nass stehen
- ausreichend Luftaustausch erhalten
- locker und unverdichtet gelagert werden
Ein luftdicht verschlossener und nasser Behälter ist nicht geeignet. Das Substrat soll biologisch reifen und nicht anaerob kippen.
Was passiert ohne ausreichende Reifezeit?
Wird das Substrat zu früh bepflanzt, kann die Pflanze einen Mangel zeigen, obwohl ausreichend Nährstoffpotenzial in der Erde vorhanden ist.
Das Problem liegt dann nicht zwingend in der Gesamtmenge. Die vorhandenen organischen Stoffe wurden möglicherweise noch nicht weit genug verarbeitet.
Mehr Dünger löst dieses Problem nicht automatisch. Zusätzlicher Input kann das System sogar unnötig belasten.
Wann ist die volle Reifezeit besonders wichtig?
Wir raten dringend zu einer vollständigen Reifephase bei:
- stark zehrenden Pflanzen
- mehreren Pflanzen in einem Beet
- hoher Pflanzendichte
- kleineren Substratvolumen pro Pflanze
- ausgelaugter Reuse-Erde
- voller Dosierung mit 100 Gramm pro 10 Liter
- langen und leistungsorientierten Durchgängen
Je höher die Belastung des Systems ist, desto wichtiger ist ein vorbereiteter Boden.
Kann die Erde auch früher bepflanzt werden?
Ja. Bei jungen Pflanzen und einem großen Substratvolumen pro Pflanze kann das System auch früher gestartet werden.
Wir empfehlen trotzdem eine Mindestzeit von 5 Tagen.
Ein direkter Start ist kein gleichwertiger Ersatz für eine vollständige Reifezeit. Er funktioniert vor allem dann, wenn die junge Pflanze zunächst nur einen kleinen Teil des verfügbaren Wurzelraums nutzt und das Substrat parallel weiterreifen kann.
Bei starkem Besatz oder stark zehrenden Pflanzen solltest du dieses Risiko nicht eingehen.
Schritt 5: Einpflanzen und MicroBio+ richtig einsetzen
Nach der Reifezeit kann die Pflanze eingesetzt werden.
Beim ersten Angießen wird MicroBio+ mit 2 bis 4 Millilitern pro Liter Wasser verwendet.
Danach kommt MicroBio+ mindestens einmal pro Woche zum Einsatz.
Orientierung innerhalb der Dosierung
2 Milliliter pro Liter eignen sich für die regelmäßige mikrobielle Begleitung eines stabilen Systems.
Bis zu 4 Milliliter pro Liter sind besonders sinnvoll:
- nach dem Umtopfen
- nach einer Stressphase
- nach dem Austrocknen eines Substrats
- nach einem neuen Topdress
- nach Living Soil Base
- nach Mineral Charge
- nach TopDress Bloom
- bei biologisch träger Reuse-Erde
Nach jedem neuen organischen oder mineralischen Input sollte MicroBio+ in der normalen Dosierung eingesetzt werden. Das unterstützt die biologischen Prozesse, die für die weitere Verarbeitung dieser Inputs notwendig sind.
MicroBio+ macht aus einem Topdress keinen Sofortdünger. Es hilft aber dabei, das Substrat biologisch aktiv zu halten und die Verarbeitung sauber zu begleiten.
MicroBio+ als natürliches pH-Minus verwenden
MicroBio+ kann auch zwischen den regulären Wochenanwendungen eingesetzt werden, um den pH-Wert des Gießwassers oder einer Nährlösung auf natürliche Weise zu senken.
Dabei gibt es keine feste pH-Minus-Dosierung für jedes Wasser.
Die benötigte Menge hängt vor allem von der Pufferung und dem Hydrogencarbonatgehalt des Wassers ab. Stark gepuffertes Leitungswasser reagiert anders als Osmosewasser oder sehr weiches Wasser.
Gehe deshalb schrittweise vor:
- Bereite dein Gießwasser oder deine Nährlösung vollständig vor.
- Schüttle MicroBio+ gründlich.
- Gib eine kleine Menge in das Wasser.
- Rühre die Lösung gründlich um.
- Miss erst danach den pH-Wert.
- Wiederhole den Vorgang bei Bedarf in kleinen Schritten.
Der pH-Wert wird immer nach der Zugabe von MicroBio+ kontrolliert.
So lässt sich der pH-Wert ohne einen klassischen mineralischen pH-Senker und ohne dessen zusätzliche Nährsalzfracht einstellen.
MicroBio+ sollte nicht unverdünnt mit konzentrierten Düngern vermischt werden. Gib es immer in das bereits mit Wasser verdünnte Gießgemisch.
Nicht mit desinfizierenden Produkten kombinieren
MicroBio+ enthält lebende Mikroorganismen.
Verwende es deshalb nicht gleichzeitig mit:
- Wasserstoffperoxid
- Fungiziden
- stark desinfizierenden Mitteln
- dauerhaft antimikrobiell geführten Nährlösungen
Solche Mittel können genau die Mikroorganismen beeinträchtigen, die du mit MicroBio+ in das System einbringst.
Dosiertabelle für MicroBio+
| Wassermenge | Dosierung mit 2 ml pro Liter | Dosierung mit 4 ml pro Liter |
|---|---|---|
| 1 Liter | 2 Milliliter | 4 Milliliter |
| 2 Liter | 4 Milliliter | 8 Milliliter |
| 3 Liter | 6 Milliliter | 12 Milliliter |
| 5 Liter | 10 Milliliter | 20 Milliliter |
| 10 Liter | 20 Milliliter | 40 Milliliter |
Schritt 6: Die Vegetationsphase richtig führen
Wenn das Substrat sauber vorbereitet und gereift wurde, braucht die Pflanze in den ersten Wochen nicht sofort weitere trockene Inputs.
MicroBio+ begleitet das System mindestens einmal pro Woche.
Nach etwa 3 bis 4 Wochen wird die erste Nachversorgung eingeplant.
Living Soil Base als Topdress
Dosierung:
1 bis 2 Gramm pro Liter Topfvolumen
Rhythmus:
Etwa alle 3 bis 4 Wochen
Living Soil Base wird vor allem während der Vegetationsphase als breiter organisch-mineralischer Input eingesetzt.
Verwende 1 Gramm pro Liter bei:
- stabiler Pflanzenentwicklung
- einem großen Substratvolumen pro Pflanze
- stark vorgedüngter Ausgangserde
- einer kurzen Vegetationsphase
- einer bereits hohen Startversorgung
Verwende 2 Gramm pro Liter bei:
- stark zehrenden Pflanzen
- langer Vegetationsphase
- Light-Mix oder Reuse-Erde
- hoher Pflanzenmasse
- kleinerem Topfvolumen
- erkennbar sinkender Grundversorgung
Bei einer sehr langen Vegetationsphase kann die Anwendung nach weiteren 3 bis 4 Wochen wiederholt werden.
Mit dem Beginn der Blüte übernimmt TopDress Bloom die phasengerechte organische Nachversorgung. Living Soil Base wird dann nicht automatisch weiter nach Kalender gegeben.
Mineral Charge als Topdress
Dosierung:
1 bis 2 Gramm pro Liter Topfvolumen
Rhythmus:
Etwa alle 3 bis 4 Wochen nach Systemzustand
Mineral Charge ergänzt die mineralische Ebene. Es kann gemeinsam mit Living Soil Base in der Vegetation eingesetzt werden.
Verwende 1 Gramm pro Liter bei:
- stabiler mineralischer Versorgung
- vorbeugender Nachversorgung
- großen Substratvolumen
- einem System ohne erkennbare Cal-Mg-Probleme
Verwende 2 Gramm pro Liter bei:
- erhöhtem mineralischem Bedarf
- ausgelaugtem Reuse-Substrat
- weichem Gießwasser
- kleineren Töpfen
- erkennbar sinkender Pufferleistung
- beginnenden Calcium- oder Magnesiumproblemen
Bei einem klar erkannten Mangel kann Mineral Charge auch höher dosiert werden. Das sollte gezielt und schrittweise geschehen.
Eine höhere Dosierung ist kein Ersatz für eine saubere Diagnose.
Calcium- und Magnesiumprobleme können auch durch falsches Gießen, einen belasteten Wurzelraum, ungünstige pH-Bedingungen oder problematische Wasserwerte entstehen. Mineral Charge kann die mineralische Grundlage stärken. Es kann dauerhaft ungeeignetes Gießwasser aber nicht unbegrenzt ausgleichen.
So wird ein Topdress richtig ausgebracht
Ein Topdress wird nicht als Haufen neben den Stamm geschüttet.
Gehe so vor:
- Schiebe vorhandenen Mulch vorsichtig zur Seite.
- Wiege die benötigte Menge ab.
- Verteile das Produkt gleichmäßig auf der gesamten erreichbaren Oberfläche.
- Arbeite es vorsichtig in die oberste Substratschicht ein.
- Vermeide tiefes Graben und Verletzungen oberflächennaher Wurzeln.
- Lege den Mulch wieder zurück.
- Gieße langsam und gleichmäßig an.
- Verwende beim Angießen MicroBio+ in normaler Dosierung.
Das Substrat muss nach dem Topdress angefeuchtet werden. Es sollte aber nicht vollständig durchnässt werden.
Zu viel Wasser nach einer trockenen Nachversorgung kann das Substrat verdichten und die Sauerstoffversorgung des Wurzelraums verschlechtern.
Schritt 7: TopDress Bloom direkt zu Beginn der Blüte einsetzen
TopDress Bloom wird nicht erst eingesetzt, wenn ein sichtbarer Blütemangel entstanden ist.
Organische Inputs benötigen Vorlauf.
Die erste Gabe erfolgt deshalb direkt zu Beginn der Blüte.
Erste Gabe
Dosierung:
2 Gramm TopDress Bloom pro Liter Topfvolumen
Bei einem 25-Liter-Topf sind das 50 Gramm.
Die erste Dosierung wird bewusst mit 2 Gramm pro Liter gesetzt. Sie gibt dem Substrat früh einen blüteorientierten Input.
TopDress Bloom entfernt keinen vorhandenen Stickstoff und verändert das System nicht innerhalb weniger Stunden. Es sorgt dafür, dass die nächste organische Nachversorgung nicht weiter stark auf die vegetative Entwicklung ausgerichtet ist. Stattdessen erhält das Substrat einen auf die Blüte abgestimmten Input mit stärkerem Phosphor- und Kaliumfokus.
Die mikrobielle Verarbeitung beginnt nach der Anwendung. Deshalb wird TopDress Bloom früh gegeben.
Nach dem Ausbringen wird mit MicroBio+ angegossen.
Wann beginnt Blütewoche 1?
Bei photoperiodischen Pflanzen wird TopDress Bloom beim Übergang in die Blüte eingesetzt. In der Praxis ist das der Beginn der Umstellung oder die erste Blütewoche.
Bei Autoflower-Pflanzen richtest du dich nicht nach einem festen Alter. Setze TopDress Bloom ein, sobald der Übergang von der vegetativen Entwicklung zur sichtbaren Blüte beginnt.
Bei organischen Inputs ist zu spät meistens problematischer als etwas zu früh.
Schritt 8: Mineral Charge in der Blüte einsetzen
Mineral Charge kann während der Blüte erneut eingesetzt werden.
Ein sinnvoller Orientierungspunkt ist die dritte Blütewoche. Entscheidend bleibt aber der Abstand zur letzten Gabe.
Wenn Mineral Charge erst kurz vor der Blüte eingesetzt wurde, wird es nicht wenige Tage später erneut gegeben.
Halte grundsätzlich einen Rhythmus von etwa 3 bis 4 Wochen ein.
Die Dosierung bleibt bei:
1 bis 2 Gramm pro Liter Topfvolumen
Eine höhere Anwendung sollte nur bei einem klar erkannten Bedarf erfolgen. Das gilt besonders bei Calcium- und Magnesiumproblemen.
In kleinen Töpfen unter 40 Litern wirken sich ungünstige Wasserwerte schneller aus. Das Substrat besitzt weniger Pufferraum. Prüfe deshalb nicht nur die Pflanze. Prüfe auch dein Gießwasser und dein Gießverhalten.
Schritt 9: Die zweite Gabe TopDress Bloom richtig entscheiden
Eine zweite Gabe kann etwa um Blütewoche 5 erfolgen.
Sie ist nicht bei jeder Pflanze automatisch notwendig.
1 Gramm pro Liter Topfvolumen
Die niedrige Dosierung eignet sich bei:
- normal zehrenden Pflanzen
- stabiler Blattfarbe
- ausreichender Substratreserve
- größeren Töpfen
- kürzerer verbleibender Blütezeit
- einer kräftigen ersten Versorgung
2 Gramm pro Liter Topfvolumen
Die höhere Dosierung eignet sich bei:
- stark zehrenden Pflanzen
- langer Blütedauer
- hoher Pflanzenmasse
- kleineren Substratvolumen
- deutlich sinkender Versorgung
- ersten leichten Mangelsignalen
- einer sehr dynamischen Blütenentwicklung
Die zweite Gabe sollte nicht erst erfolgen, wenn die Pflanze bereits einen starken Mangel zeigt.
Ein organischer Topdress ist keine schnelle Korrektur. Je weiter die Blüte fortgeschritten ist, desto weniger Zeit bleibt für die mikrobielle Verarbeitung.
Wann sollte die zweite Gabe entfallen?
Verzichte auf eine weitere Gabe bei:
- sehr kurzer verbleibender Blütezeit
- weiterhin hoher Versorgung
- deutlich überversorgter Pflanze
- sehr dunkler und schwer wirkender Blattfarbe
- stockender Wasseraufnahme
- bereits hoher vorheriger Dosierung
Mehr TopDress Bloom bedeutet nicht automatisch dichtere oder bessere Blüten.
Entscheidend ist, ob der Boden den zusätzlichen Input in der verbleibenden Zeit noch sinnvoll verarbeiten kann.
Dosiertabelle für Topdress-Anwendungen
| Topfvolumen | 1 Gramm pro Liter | 2 Gramm pro Liter |
|---|---|---|
| 10 Liter | 10 Gramm | 20 Gramm |
| 15 Liter | 15 Gramm | 30 Gramm |
| 20 Liter | 20 Gramm | 40 Gramm |
| 25 Liter | 25 Gramm | 50 Gramm |
| 40 Liter | 40 Gramm | 80 Gramm |
| 60 Liter | 60 Gramm | 120 Gramm |
| 100 Liter | 100 Gramm | 200 Gramm |
Die Tabelle gilt für:
- Living Soil Base als Topdress
- Mineral Charge als Topdress
- TopDress Bloom
Bei der ersten Gabe TopDress Bloom verwendest du immer die Spalte mit 2 Gramm pro Liter.
Der vollständige Standardablauf
Die folgende Übersicht zeigt einen typischen Durchgang mit Light-Mix oder einer vergleichbar schwach vorgedüngten Erde.
| Phase | Living Soil Base | Mineral Charge | MicroBio+ | TopDress Bloom |
|---|---|---|---|---|
| Substratvorbereitung | 100 g pro 10 L einmischen | 100 g pro 10 L einmischen | 2 bis 4 ml/L zum Anfeuchten | Noch nicht einsetzen |
| Reifephase | Keine weitere Gabe | Keine weitere Gabe | Bei Bedarf zur Aktivierung | Noch nicht einsetzen |
| Vegetation Woche 1 | Keine weitere Gabe | Keine weitere Gabe | Mindestens einmal pro Woche | Noch nicht einsetzen |
| Vegetation Woche 2 | Keine weitere Gabe | Keine weitere Gabe | Mindestens einmal pro Woche | Noch nicht einsetzen |
| Vegetation Woche 3 | 1 bis 2 g/L als Topdress | 1 bis 2 g/L als Topdress | Nach dem Topdress einsetzen | Noch nicht einsetzen |
| Weitere Vegetation | Nach 3 bis 4 Wochen erneut prüfen | Nach 3 bis 4 Wochen erneut prüfen | Mindestens einmal pro Woche | Noch nicht einsetzen |
| Blütewoche 1 | Nur bei begründetem Bedarf | Nur wenn Rhythmus und Bedarf passen | Nach dem Topdress einsetzen | 2 g/L als erste Gabe |
| Blütewoche 3 | In der Regel keine Gabe | 1 bis 2 g/L nach Bedarf | Mindestens einmal pro Woche | Keine Gabe |
| Blütewoche 5 | In der Regel keine Gabe | Nur wenn erneut fällig | Nach dem Topdress einsetzen | Optional 1 bis 2 g/L |
| Endblüte | Keine späte Standardgabe | Nur bei klarer Notwendigkeit | Unterer Bereich der Dosierung | Keine späte Standardgabe |
Diese Tabelle ist eine Orientierung.
Der Rhythmus eines Produkts ist wichtiger als die Nummer der Woche.
Für die schnelle Orientierung findest du hier das kompakte Anwendungsschema.
Praxisbeispiel: 25 Liter Light-Mix
Du möchtest eine Pflanze in 25 Litern Light-Mix anbauen.
Vorbereitung
Du mischst ein:
- 250 Gramm Living Soil Base
- 250 Gramm Mineral Charge
Anschließend feuchtest du das Substrat gleichmäßig mit Wasser und MicroBio+ an.
Wenn du 4 Liter Wasser zum Anfeuchten verwendest, gibst du 8 bis 16 Milliliter MicroBio+ hinzu.
Danach lässt du das Substrat idealerweise 2 bis 5 Wochen reifen.
Nach dem Einpflanzen
MicroBio+ wird mindestens einmal pro Woche mit 2 bis 4 Millilitern pro Liter Gießwasser eingesetzt.
Bekommt die Pflanze 5 Liter Wasser, verwendest du 10 bis 20 Milliliter MicroBio+.
Nach 3 bis 4 Wochen
Bei stabiler Entwicklung verwendest du als erste Nachversorgung:
- 25 Gramm Living Soil Base
- 25 Gramm Mineral Charge
Bei einer stark zehrenden Pflanze oder erkennbar höherem Bedarf kannst du jeweils bis auf 50 Gramm gehen.
Danach gießt du mit MicroBio+ an.
Zu Beginn der Blüte
Du gibst:
- 50 Gramm TopDress Bloom
Das entspricht 2 Gramm pro Liter Topfvolumen.
Anschließend wird erneut mit MicroBio+ angegossen.
Um Blütewoche 3
Mineral Charge kann abhängig vom letzten Einsatz und vom Systemzustand mit 25 bis 50 Gramm ergänzt werden.
Wurde Mineral Charge erst kurz vor der Blüte gegeben, wartest du bis zum vollständigen Abstand von etwa 3 bis 4 Wochen.
Um Blütewoche 5
Bei moderatem Bedarf verwendest du:
- 25 Gramm TopDress Bloom
Bei einer stark zehrenden Pflanze verwendest du:
- 50 Gramm TopDress Bloom
Bei weiterhin hoher Versorgung entfällt die zweite Gabe.
Was gilt bei einer kurzen Vegetationsphase?
Bei einer kurzen Vegetationsphase kann der erste Topdress mit Living Soil Base zeitlich sehr nah am Beginn der Blüte liegen.
In diesem Fall solltest du die Produkte nicht blind stapeln.
Wenn die Pflanze innerhalb weniger Tage in die Blüte wechselt und das Substrat stabil versorgt ist, kann der reguläre Living-Soil-Base-Topdress entfallen. Stattdessen wird direkt mit TopDress Bloom in die nächste Pflanzenphase gewechselt.
Mineral Charge bleibt davon getrennt. Hier zählt der Abstand zur letzten mineralischen Anwendung.
Was gilt bei Autoflower-Pflanzen?
Autoflower-Pflanzen folgen keinem frei wählbaren Vegetationszeitraum.
Deshalb wird der Ablauf an der sichtbaren Pflanzenphase ausgerichtet.
- Living Soil Base und Mineral Charge werden vor dem Start eingemischt.
- MicroBio+ wird mindestens einmal pro Woche eingesetzt.
- Ein vegetativer Topdress erfolgt nur, wenn ausreichend Zeit bis zur Blüte bleibt.
- TopDress Bloom wird beim sichtbaren Beginn der Blüte eingesetzt.
- Eine zweite Gabe hängt von der Gesamtdauer und der verbleibenden Blütezeit ab.
Bei Autoflowers ist eine gut vorbereitete Erde besonders wichtig. Späte Korrekturen lassen sich wegen des kurzen Lebenszyklus nur begrenzt ausgleichen.
Was gilt bei kleinen Töpfen?
Kleine Töpfe reagieren schneller auf Fehler.
Das betrifft:
- Austrocknung
- Überwässerung
- Salz- und Mineralverschiebungen
- Temperatur im Wurzelraum
- Calcium-Magnesium-Verhältnisse
- ungleichmäßige Topdress-Anwendungen
Mineral Charge kann die Pufferung unterstützen. Es ersetzt aber keine Kontrolle der Wasserwerte.
Je kleiner der Topf ist, desto weniger Reserve besitzt das System.
Wer langfristig ruhig mit Living Soil arbeiten möchte, profitiert deshalb von größeren Substratvolumen.
Was gilt in der Endblüte?
Ein organisch geführtes System muss nicht automatisch massiv gespült werden.
Wurde der gesamte Grow biologisch und ohne hohe Salzbelastung geführt, ist ein pauschaler Spülgang häufig nicht notwendig.
Wird bewusst geklärt oder gespült, kann MicroBio+ anschließend mit 2 Millilitern pro Liter eingesetzt werden. So wird die mikrobielle Ebene nach dem Eingriff weiter begleitet.
Späte Topdress-Anwendungen sind dagegen nur selten sinnvoll. Organische Inputs benötigen Zeit. Eine große Gabe kurz vor der Ernte kann vom System nicht mehr vollständig genutzt werden.
So bereitest du die Erde für den nächsten Durchgang vor
Die Organic Line ist nicht nur für einen einzigen Run gedacht.
Nach der Ernte kann das Substrat wieder aufgebaut werden.
Gehe bei klassischer Reuse-Erde so vor:
- Entferne den alten Hauptwurzelballen und größere Wurzelreste.
- Lockere das Substrat vorsichtig auf.
- Prüfe Struktur und Verdichtung.
- Ergänze bei Bedarf rund 20 Prozent frischen Premium-Wurmhumus.
- Arbeite Living Soil Base ein.
- Ergänze Mineral Charge passend zum Zustand des Substrats.
- Feuchte die Mischung mit MicroBio+ an.
- Lasse das Substrat erneut reifen.
Bei vollständig ausgelaugter Erde verwendest du erneut 100 Gramm Living Soil Base und 100 Gramm Mineral Charge pro 10 Liter Substrat.
Bei einer noch aktiven und gut versorgten Erde kann die Dosierung niedriger ausfallen. Hier sollte nicht automatisch jeder Run wie ein vollständiger Neuansatz behandelt werden.
In einem No-Till-Beet wird der Wurzelraum nicht vollständig aufgebrochen. Die Nachversorgung erfolgt von oben. Die Dosierung richtet sich hier stärker nach Beetgröße, Besatz und bisheriger Systementwicklung.
Die häufigsten Fehler bei der Organic Line
Alle Produkte gleichzeitig einsetzen
Living Soil Base und Mineral Charge gehören beim Start in das Substrat. MicroBio+ aktiviert und begleitet das System. TopDress Bloom kommt erst zu Beginn der Blüte.
Die Ausgangserde nicht berücksichtigen
Ein All-Mix benötigt eine andere Startdosierung als ein Light-Mix oder eine ausgelaugte Reuse-Erde.
Die Reifezeit vollständig ignorieren
Nährstoffe können im Substrat vorhanden sein und trotzdem noch nicht ausreichend verarbeitet sein.
Topfvolumen mit Wasservolumen verwechseln
Die Pulverprodukte werden nach dem Substratvolumen berechnet. MicroBio+ wird nach der Wassermenge dosiert.
TopDress Bloom erst bei starkem Mangel einsetzen
Organische Blüteversorgung benötigt Vorlauf. Die erste Gabe gehört an den Beginn der Blüte.
Topdress-Produkte zu früh erneut anwenden
Der Rhythmus von 3 bis 4 Wochen zählt ab der letzten Anwendung.
MicroBio+ vor der pH-Messung nicht berücksichtigen
Der pH-Wert wird immer nach der Zugabe von MicroBio+ gemessen.
MicroBio+ mit Wasserstoffperoxid kombinieren
Desinfizierende Mittel können die enthaltenen Mikroorganismen beeinträchtigen.
Einen Cal-Mg-Mangel nur mit mehr Mineral Charge behandeln
Prüfe auch Wasserwerte, Wurzelgesundheit, pH-Wert und Gießverhalten.
Nach dem Topdress zu stark gießen
Der Input soll angefeuchtet werden. Das Substrat darf dabei nicht verdichtet oder dauerhaft vernässt werden.
Häufige Fragen zur Anwendung
Muss ich alle vier Produkte direkt am Anfang verwenden?
Nein.
Living Soil Base und Mineral Charge werden beim Neuansatz eingemischt. MicroBio+ wird zum Aktivieren und später mindestens einmal pro Woche eingesetzt. TopDress Bloom wird erst zu Beginn der Blüte gegeben.
Verwende ich bei einem Light-Mix wirklich die volle Dosierung?
Ja.
Bei einem typischen Light-Mix empfehlen wir 100 Gramm Living Soil Base und 100 Gramm Mineral Charge pro 10 Liter Substrat.
Welche Dosierung gilt für einen All-Mix?
Bei einer stark vorgedüngten Erde verwendest du 50 Gramm Living Soil Base und 50 Gramm Mineral Charge pro 10 Liter Substrat.
Kann ich direkt nach dem Mischen einpflanzen?
Bei jungen Pflanzen und einem großen Substratvolumen pro Pflanze ist ein früher Start möglich.
Wir empfehlen trotzdem mindestens 5 Tage Reifezeit. Ideal sind 2 bis 5 Wochen.
Bei stark zehrenden Pflanzen oder hohem Besatz solltest du die vollständige Reifezeit einhalten.
Muss MicroBio+ bei jedem Gießen verwendet werden?
Nicht zwingend.
MicroBio+ sollte mindestens einmal pro Woche eingesetzt werden. Weitere Anwendungen sind nach Stressphasen und nach neuen Inputs sinnvoll.
Es kann zusätzlich zur natürlichen pH-Korrektur verwendet werden.
Welche MicroBio+-Dosierung ist richtig?
Verwende 2 bis 4 Milliliter pro Liter Gießwasser.
Der untere Bereich eignet sich für die regelmäßige Begleitung. Der obere Bereich eignet sich besonders nach Stress, Umtopfen oder einem neuen Topdress.
Kann MicroBio+ einen Dünger ersetzen?
Nein.
MicroBio+ ist der mikrobielle Baustein des Systems. Es liefert keine vollständige Nährstoffversorgung.
Muss ich zusätzlich einen Cal-Mag-Dünger verwenden?
Nicht automatisch.
Living Soil Base und Mineral Charge bringen bereits eine mineralische Grundlage in das Substrat. Ob zusätzliche Maßnahmen notwendig sind, hängt von Wasserwerten, Topfvolumen und Pflanzenentwicklung ab.
Eine Wasseranalyse ist aussagekräftiger als eine pauschale Cal-Mag-Zugabe.
Kann Mineral Charge einen akuten Mangel sofort beheben?
Mineral Charge ist kein flüssiger Sofortdünger.
Es arbeitet über die mineralische Ebene des Substrats. Bei einem akuten Problem muss zuerst geklärt werden, ob tatsächlich ein Mineralmangel vorliegt oder ob die Ursache bei Wasser, Wurzeln, pH-Wert oder Bewässerung liegt.
Was passiert, wenn ich TopDress Bloom zu spät verwende?
Die organischen Bestandteile benötigen Zeit für ihre Verarbeitung.
Je später die Gabe erfolgt, desto weniger Zeit bleibt dem Boden, den Input innerhalb der laufenden Blüte nutzbar zu machen.
Deshalb erfolgt die erste Anwendung direkt zu Beginn der Blüte.
Kann ich Living Soil Base und TopDress Bloom gleichzeitig verwenden?
Nur bei einem begründeten Bedarf.
Living Soil Base ist die breite Grundlage. TopDress Bloom ist auf die Blütephase ausgerichtet. Bei einem sauber vorbereiteten Substrat übernimmt TopDress Bloom zum Blütebeginn die organische Nachversorgung.
Ein blindes Stapeln beider Produkte ist nicht notwendig.
Ein System statt vier isolierter Produkte
Die CannaSelection® Organic Line wurde nicht als Sammlung einzelner Dünger entwickelt.
Jeder Baustein besitzt eine feste Aufgabe:
Living Soil Base baut die Grundlage auf.
Mineral Charge stabilisiert die mineralische Ebene.
MicroBio+ begleitet die mikrobiellen Prozesse.
TopDress Bloom versorgt das Substrat passend zur Blütephase weiter.
Das Starterset verbindet diese vier Aufgaben zu einem nachvollziehbaren Ablauf. Du musst keine Vielzahl einzelner Rohstoffe einkaufen und keine eigene Rezeptur aus vielen Komponenten entwickeln.
Entscheidend bleibt trotzdem dein Blick auf das System.
Eine Dosierung ist keine Aufforderung, bei jeder Gelegenheit möglichst viel einzusetzen. Sie gibt dir einen sicheren Rahmen. Innerhalb dieses Rahmens entscheidest du nach Ausgangserde, Substratvolumen, Pflanzenphase und tatsächlicher Entwicklung.
Genau das ist organisches Arbeiten auf professionellem Niveau.
Du reagierst nicht hektisch auf jedes einzelne Blatt.
Du baust einen Boden auf, der die Pflanze tragen kann.
Du steuerst nicht die Pflanze. Du steuerst das System.




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