Organic Line - Application Scheme
This application scheme clearly shows you which product is best used in which phase - not for short-term effects, but for a stable, biologically active substrate that reliably supports your plant throughout its entire cycle.
Du steuerst nicht die Pflanze. Du steuerst das System.
Was du vor dem Schema wissen solltest
Dieses Anwendungsschema ist eine Referenz für stabile, biologisch geführte Runs. Es ersetzt nicht die Einordnung von Substrat, Wasserqualität, Topfgröße, Genetik und Pflanzentempo.
Referenz statt starres Korsett
Entscheidend bleiben immer Zustand des Mediums, Wasserwerte, Topfgröße und das tatsächliche Verhalten der Pflanze.
Organische Produkte brauchen Vorlauf
TopDress Bloom wirkt nicht auf Knopfdruck. Organische Versorgung muss früh gesetzt werden, damit sie rechtzeitig verfügbar ist.
Moderate Dosierungen sind Absicht
Das Ziel ist nicht maximale Belastung, sondern kontrollierte Stabilität im System.
Kleine Töpfe unter 40 Litern
Gerade in kleineren Töpfen sollte das Calcium-Magnesium-Verhältnis im Gießwasser besonders beachtet werden, weil das System dort sensibler auf unausgewogene Wasserwerte reagiert.
So funktioniert das Anwendungsschema
Dieses Schema ist nicht produktzentriert, sondern substratzentriert gedacht. Ziel ist nicht, jede Woche mehr einzugreifen, sondern das Medium so zu führen, dass es aktiv, belastbar und stabil bleibt.
Genau darauf ist die CannaSelection Organic Line ausgelegt: Struktur aufbauen, organische Grundlage setzen, Mikrobiologie aktiv halten und Wasserprobleme gezielt abfedern.
Living Soil Base
Schafft Struktur, Puffer und organische Grundlage für ein aktives Medium.
MicroBio+
Ist kein Add-on, sondern mikrobieller Starter und Stabilisator im System. Unterstützt biologische Prozesse und macht vorhandene Nährstoffe im Medium schneller verfügbar.
TopDress Bloom
Wird früh in der Blüte gesetzt, damit organische Nährstoffe rechtzeitig verfügbar werden.
Mineral Charge
Puffert Mineralien und ist besonders relevant, wenn Wasserwerte oder ein ungünstiges Calcium-Magnesium-Verhältnis das System unter Druck setzen.
Dosierstandards im Überblick
Diese Dosierungen sind bewusst moderat gewählt und dienen als praxistaugliche Referenz. Sie sollen das System stabilisieren, nicht überladen.
Kontinuierliche Systemstabilisierung
- Standard: 2 – 4 ml pro Liter Wasser
- Finish: 2 ml/L nach Klär- oder Spülgang
- Einsatz: Erde und Coco
Hält die Mikrobiologie aktiv und unterstützt biologische Prozesse im Substrat über den gesamten Run.
Struktur und biologisches Fundament
- Neuansatz: 10 – 30 g pro Liter Erde
- Topdressing: 1 – 2 g pro Liter Topfvolumen
- Rhythmus: alle 3 – 4 Wochen
Schafft organische Grundlage, Puffer und Stabilität im Medium. Wer das volle Potenzial nutzen will, lässt das Substrat vorab 2 – 5 Wochen reifen.
Früh gesetzte Blüteversorgung
- Anwendung: 1 – 2 g pro Liter Topfvolumen
- Zeitpunkt: früh in der Blüte
- Logik: organische Wochenbeigabe
Wird nicht für einen Soforteffekt eingesetzt, sondern für rechtzeitig verfügbare organische Versorgung im weiteren Blüteverlauf.
Gezielte Pufferung sensibler Systeme
- Anwendung: 1 – 2 g pro Liter Topfvolumen
- Rhythmus: alle 3 – 4 Wochen nach Bedarf
- Besonders sinnvoll: bei problematischen Wasserwerten
Hilft besonders dann, wenn Wasserwerte das Medium unter Druck setzen, vor allem in kleineren Töpfen unter 40 Litern.
Vegetationsphase
In der Vegetation geht es darum, das Medium zu aktivieren, Wurzelraum aufzubauen und die Grundlage für einen stabilen Übergang in die Blüte zu schaffen.
- MicroBio+: 2 ml/L
- Living Soil Base: Einmischen optional
- Mineral Charge: –
- MicroBio+: 2 ml/L
- Living Soil Base: –
- Mineral Charge: –
- MicroBio+: 2 – 4 ml/L
- Living Soil Base: Topdress 1 – 2 g/L Topfvolumen
- Mineral Charge: Topdress 1 – 2 g/L Topfvolumen
- MicroBio+: 2 – 4 ml/L
- Living Soil Base: –
- Mineral Charge: –
- MicroBio+: 2 – 4 ml/L
- Living Soil Base: –
- Mineral Charge: –
| Woche | MicroBio+ | Living Soil Base | Mineral Charge | Ziel |
|---|---|---|---|---|
| Vegi 1 | 2 ml/L | Einmischen optional | – | Boden aktivieren, Wurzelstart absichern |
| Vegi 2 | 2 ml/L | – | – | Mikrobiologie stabilisieren |
| Vegi 3 | 2 – 4 ml/L | Topdress 1 – 2 g/L Topfvolumen | Topdress 1 – 2 g/L Topfvolumen | Struktur und Mineralpuffer aufbauen |
| Vegi 4 | 2 – 4 ml/L | – | – | Gleichmäßiges vegetatives Wachstum |
| Vegi 5 | 2 – 4 ml/L | – | – | System auf die Blüte vorbereiten |
Blütephase
Die Blüte wird nicht reaktiv, sondern mit Vorlauf geführt. Genau deshalb wird TopDress Bloom direkt zu Beginn der Blüte gesetzt.
TopDress Bloom wird direkt zu Beginn der Blüte eingesetzt, weil organische Nährstoffe Zeit zur Umsetzung brauchen. Wer zu spät topdresst, reagiert oft erst dann, wenn das Defizit bereits im System angekommen ist.
- MicroBio+: 2 – 4 ml/L
- TopDress Bloom: Topdress 1 – 2 g/L Topfvolumen
- Mineral Charge: –
- MicroBio+: 2 – 4 ml/L
- TopDress Bloom: –
- Mineral Charge: –
- MicroBio+: 2 – 4 ml/L
- TopDress Bloom: –
- Mineral Charge: Topdress 1 – 2 g/L Topfvolumen
- MicroBio+: 2 – 4 ml/L
- TopDress Bloom: –
- Mineral Charge: –
- MicroBio+: 2 – 4 ml/L
- TopDress Bloom: Topdress 1 – 2 g/L Topfvolumen
- Mineral Charge: –
- MicroBio+: 2 – 4 ml/L
- TopDress Bloom: –
- Mineral Charge: –
- MicroBio+: 2 ml/L
- TopDress Bloom: –
- Mineral Charge: –
| Blütewoche | MicroBio+ | TopDress Bloom | Mineral Charge | Ziel |
|---|---|---|---|---|
| Blüte 1 | 2 – 4 ml/L | Topdress 1 – 2 g/L Topfvolumen | – | Organische Nährstoffbasis früh aufbauen |
| Blüte 2 | 2 – 4 ml/L | – | – | Umsetzung der organischen Anteile begleiten |
| Blüte 3 | 2 – 4 ml/L | – | Topdress 1 – 2 g/L Topfvolumen | Mineralische Stabilität absichern |
| Blüte 4 | 2 – 4 ml/L | – | – | Gleichgewicht im System halten |
| Blüte 5 | 2 – 4 ml/L | Topdress 1 – 2 g/L Topfvolumen | – | Zweite organische Versorgung setzen |
| Blüte 6 | 2 – 4 ml/L | – | – | Reifephase ruhig und stabil führen |
| Blüte 7 | 2 ml/L | – | – | Übergang in die Endblüte |
Kleine Töpfe unter 40 Litern brauchen mehr Aufmerksamkeit beim Gießwasser
Je kleiner das Substratvolumen, desto geringer ist die natürliche Pufferleistung des Systems. Gerade in Töpfen unter 40 Litern sollte deshalb das Calcium-Magnesium-Verhältnis im Gießwasser besonders sauber betrachtet werden.
Nicht jedes Problem in kleinen Töpfen ist automatisch ein Düngeproblem. Häufig entsteht Instabilität dadurch, dass das Wasser das Substrat dauerhaft in ein ungünstiges Verhältnis drückt.
Mineral Charge kann hier gezielt unterstützen, ersetzt aber nicht die saubere Einordnung der Wasserwerte.
Endblüte / Finish
Wenn am Ende gespült oder geklärt wird, kann MicroBio+ gezielt genutzt werden, um das Medium sauberer auslaufen zu lassen.
Substrat klären
Das Medium gründlich mit klarem Wasser spülen, um alte Salze und Rückstände auszutragen.
MicroBio+ geben
Anschließend MicroBio+ mit 2 ml/L einsetzen, um die biologische Aktivität im auslaufenden Medium zu unterstützen.
1 – 2 Anwendungen
In den letzten 10 – 14 Tagen 1 – 2 Anwendungen geben, je nach Genetik und gewünschtem Finish.
Substrat nicht nur beleben, sondern systematisch wieder aufbauen
Eine belastbare Reaktivierung entsteht nicht durch ein Einzelprodukt, sondern durch das Zusammenspiel aus Struktur, organischer Grundlage, Mineralpuffer und mikrobieller Aktivierung.
Genau hier liegt die Rolle von MicroBio+: Es ist kein Add-on, sondern der mikrobielle Starter im Prozess. Es unterstützt die Mikrobiologie und hilft dabei, vorhandene Nährstoffe im System schneller verfügbar zu machen. Für eine saubere Wiederaufbereitung empfehlen wir die Reaktivierung deshalb idealerweise im Zusammenspiel mit der Organic Line und – je nach Wasser- und Mineralsituation – Mineral Charge.
Alte Wurzeln und Pflanzenreste entfernen.
Substrat mehrfach mit klarem Wasser spülen und lockern.
Mit Living Soil Base wieder Struktur und organische Grundlage aufbauen.
Bei Bedarf Mineral Charge ergänzen, wenn Wasser- oder Mineralverhältnisse das System drücken.
MicroBio+ mit 5 ml/L einsetzen, um biologische Prozesse gezielt zu starten.
Substrat 2 – 6 Wochen ruhen und reifen lassen.
MicroBio+ ist hier kein alleiniger Problemlöser, sondern der mikrobielle Starter im Reaktivierungsprozess. Die belastbare Wiederaufbereitung entsteht im Zusammenspiel mit Organic Line und – je nach Ausgangslage – Mineral Charge.
Typische Fehler im Umgang mit organischen Schemata
Zu spätes Topdressing
Organische Nährstoffe wirken nicht sofort. Wer erst bei sichtbaren Defiziten reagiert, ist meist bereits zu spät.
Zu hohe Dosierungen
Mehr Input bedeutet nicht automatisch mehr Leistung. Überladung kostet Stabilität.
Wasserwerte ignorieren
Ein instabiles Calcium-Magnesium-Verhältnis kann ein funktionierendes System unnötig unter Druck setzen, besonders in kleinen Töpfen.
MicroBio+ nur als Notfallprodukt einsetzen
MicroBio+ ist kein Panik-Tool, sondern Bestandteil eines stabil geführten Systems.
Häufige Fragen zum Anwendungsschema
Ist das Schema verpflichtend oder nur eine Orientierung?
Es ist eine praxistaugliche Referenz. Entscheidend bleiben immer Substrat, Wasserqualität, Topfgröße, Genetik und Pflanzentempo.
Kann ich das Schema auch in Coco nutzen?
Ja. Das Schema ist auch für Coco geeignet, insbesondere in biologisch oder hybrid geführten Anwendungen.
Brauche ich in jedem Setup Mineral Charge?
Nein. Mineral Charge ist vor allem dann sinnvoll, wenn Wasserwerte oder Calcium-Magnesium-Verhältnisse das System unnötig unter Druck setzen.
Warum wird TopDress Bloom so früh eingesetzt?
Weil organische Nährstoffe Zeit zur Umsetzung benötigen. Das Produkt wird nicht für einen Soforteffekt, sondern für rechtzeitig verfügbare Versorgung gesetzt.
Ist MicroBio+ nur für Probleme gedacht?
Nein. MicroBio+ ist mikrobieller Starter und Stabilisator im System und nicht nur eine Notfallmaßnahme.
Nicht die einzelne Maßnahme entscheidet. Sondern die Stabilität des Systems über den gesamten Run.
Dieses Anwendungsschema liefert dir eine klare Referenz für biologisch geführte Runs: organische Grundlage, aktive Mikrobiologie, gezielte Mineralpufferung und bewusst moderate Dosierungen.